Montag, 31. Mai 2010

Das Deutsche Reich

Adolf Hitler Rede Im Nurimberg 1938







Das Deutsche Reich nach der Eingliederung Österreichs (März 1938), des Sudetenlandes (Oktober 1938), Böhmens und Mährens (März 1939) und des Memellandes (März 1939).
Darstellung: Nationalsozialismus.at; Quelle: Kinder, Hermann / Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2. München 1997 (31. Auflage). S. 474f.

Nationalsozialismus
(Einzug Hitlers in Wien)



Adolf Hitler zog unter zum Teil begeistertem Jubel der Bevölkerung zwischen 12. und 15. März 1938 durch Österreich. Bereits vor und während der Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich begann der nationalsozialistische Terror. Politische Gegner wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht, Jüdinnen
wurden Opfer von Ausschreitungen. Besonders in Wien entlud sich der seit Jahrzehnten vorhandene Antisemitismus an den jüdischen Mitbürgern. Doch die öffentlichen Demütigungen waren erst der Anfang. Es folgten Vertreibung und Enteignungen, Deportation und schließlich der in der Menschheitsgeschichte ohne Beispiel gebliebene Holocaust: Die industrielle, durchorganisierte Ermordung des europäischen Judentums. Rund sechs Millionen Juden wurden von den Nazis getötet.


Die jüdische Bevölkerung Europas war nicht das einzige Opfer des Nazi-Regimes. Alle Menschen, die nicht mit den „Normen“ der nationalsozialistischen Rassenideologie übereinstimmten, zählten zu den Opfern: Sinti und Roma, sogenannte „Asoziale“ und durch die NS-Medizin als „minderwertig“ definierte Personen. Hinzu kamen alle Personen, die politisch anders dachten als die Nationalsozialisten.
(Häftlinge im KZ Mauthausen)

 
Nationalsozialismus in Österreich bedeutete auch Fremdherrschaft. Doch sie war genauso eine Diktatur von Österreichern über Österreicher, die viel Unterstützung fand. Aktiver Widerstand in Österreich bedeutete daher, von der eigenen Bevölkerung unentdeckt gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen.


(Jugend im 3.Reich)


Die totalitäre Nazi-Partei ergriff alle Lebensbereiche, sei es Kultur, Familie, Medizin bis hin zur Jugend. Gerade die Jugend spielte für die nationalsozialistischen Machthaber eine besondere Rolle: Die Jugend, als künftige Generation der „Herrenmenschen“, galt es in nationalsozialistischen Sinne zu erziehen. Wehrhaft, mutig, stark, das Vaterland verteidigend, musste sie vor allem für eines geschult werden: die Stärkung der eigenen „Rasse“



und die Eroberung neuen Lebensraumes für die „deutsche Volksgemeinschaft“.